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HASELÜNNER BÜHNEN

SINGER SONGWRITER FESTIVAL

2017

Das 2. Festival am 19. August 2017 hat wieder viel Spaß und feine Musik gebracht. Wir danken den Meppener Tagespost für den netten Artikel dass Sie hier zur Kenntnis nehmen können.

 

Und ja, wir werden in einigen Monaten wieder anfangen mit Vorbereitungen für August 2018!

 

 

 

RICHTIG GUTE MUSIK AUF DEN „HASELÜNNER BÜHNEN“

 

Organisatoren mit feinem Händchen bei Auswahl der Bands

Haselünne. Das zweite Singer-Songwriter-Festival in der Innenstadt von Haselünne hat am Samstag wieder zahlreiche Besucher angelockt. Und die haben ihr Kommen nicht bereut, denn die ausgewogene Mischung aus Blues, Folk, Pop, Rock und Countrymusic, das alles im Singer-Songwriter-Gewand, ist bei den Musikliebhabern gut angekommen.

Handemade-Music mit vielen Musikstücken aus eigener Feder - also ehrlich und authentisch - stand im Mittelpunkt des Streetmusic-Festivals. „Es wären bestimmt noch einige Musikfans mehr gekommen, wenn es nicht noch zum Start des Festivals geregnet hätte, so sind wir aber sehr zufrieden mit dem Besuch, und auch das Wetter hat ja doch noch mitgespielt“, resümierten die Organisatoren beim Finale auf dem Berentzen-Hof am späten Abend.

 

Zwei Nachwuchstalente

 

 

Bühne frei für Nachwuchstalente hieß es bereits um 18 Uhr mit der 15-jährigen Kristie Berns aus Haselünne und Jennifer Berning aus Herzlake. Kristie hatte sogar eigene Songs auf Plattdeutsch auf ihrer Setliste stehen, und Jennifer überzeugte mit selbst geschriebenen Liedern und Coverversionen in ihrem eigenen Stil.

 

 

 

Dynamische Mucke

 

Pünktlich um 19 Uhr eröffneten die jeweiligen „Bühnenpaten“ aus den Reihen der Organisatoren die ersten Sets der insgesamt zwölf Acts. Auf der Bühne Berentzen/Volksbank gab es für die Fans dynamischer Folk-Rock-Mucke von „Hidden Agenda Deluxe“ genau die richtigen Noten und Rhythmen aufs Ohr. Die fünf großartigen Musiker brauchen dabei den Vergleich mit Genregrößen wie „The Allman Brothers“ oder „The Band“ nicht zu scheuen. Geteilt hat sich die niederländische Formation die Bühne mit „Lance Canales & The Flood“ aus Ventura, Kalifornien. Die begeisterten mit bodenständiger Roots-Musik.

 

Herzliche Stimme

 

Auf der Rosche-Bühne zogen Hanna Meyerholz und ihr ständiger Begleiter, der Gitarrist Phil Wood, die Zuhörer in ihren Bann. Strahlend und herzlich die Stimme der Sängerin aus Münster, die so ihre melancholischen und anspruchsvollen Texte gefühlvoll präsentierte. Im Wechsel mit „Mercy John“, der eine musikalisch ganz starke Band mit nach Haselünne gebracht hatte und rockig-dynamische Mucke präsentierte, die ordentlich was von Tom Petty, Bruce Springsteen & Co abhatte, ging es kurzweilig auf der Rosche-Bühne zu.

 

Schmachtende Balladen

 

„Maurice van Hoek, David Gram und „The Promise“ begeisterten ihre Fans auf der Bühne der Schwarte Gruppe. Da wechselten sich American-Country-Music, aus eigener Feder, mit Folkrock und „schmachtenden Balladen“, gespielt von Geige, Kontrabass, Schlagzeug und Gitarren ab. Singer & Songwriter Maik W. Garthe hatte seine verzerrte Akustikgitarre bestens an seine raue Gesangsstimme angepasst und lieferte auf der Sparkassenbühne coole rhythmusorientierte Blues, Rock & Countrymusic. Die Bühne teilte er sich mit Jamie Hill & Peter Ray, die den Musikmeilebummlern einen Mix aus eigener Blues-Swing-Countrymusic präsentierten.

 

Bonus zum Abschluss

 

„Apollon’s Smile“, das sind Marc Hanow und Julian Hobmeier, die ganz aus Freisingen angereist waren und mit zweistimmigem Gesang und zwei klasse gespielten Akustikgitarren begeisterten. Als „Solist“ löste die beiden Bayern das Nordlicht Jürgen Brinker ab, mit Country-Music im Stil von Hank Williams und Johnny Cash. Indoor-Music gab es im Hasetor-Kino mit „Jäger, Hypius & Verstärkung“ und mit „Tip Jar“, die bereits beim Singer-Songwriter-Festival 2016 zu Gast in Haselünne waren. All die großartigen Musiker wurden gegen 23.30 Uhr auf dem Berentzen-Hof von den Veranstaltern verabschiedet, und für die Besucher der 2. Haselünner Bühnen gab es danach noch als Überraschung noch ein Bonusprogramm „zum Abfeiern“ mit „Hidden Agenda Deluxe“.

 

Ein Artikel von Gerd Mecklenborg

 

FESTIVAL 2016 war ein grosses Erfolg.

Haselünne. An die 3000 Besucher des ersten Haselünner Singer-Songwriter-Festivals sind am Samstagabend bei schönem Spätsommerwetter von Musikbühne zu Musikbühne gebummelt und haben dabei insgesamt 24 äußerst kreative Musiker und Liedermacher in verschiedenen Band-Konstellationen erlebt.

 

Auf sechs Bühnen präsentierten internationale Künstler ihre zu 95 Prozent aus eigener Feder stammende Musik. Folk, Blues, Country und ein Hauch von R&B bildeten eine interessante Hör-Mixtur. Viele Musiker sind aus den benachbarten Niederlanden in die Hasestadt gekommen und trafen hier auf ihre Singer-Songwriter-Kollegen aus Deutschland und sogar aus Amerika. Folkmusik, wie sie in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren sehr populär war, ist bei den jungen Musikern – unter dem Genre Singer-Songwriter – wieder angesagt. Man huldigt den Legenden wie Bob Dylan, Pete Seeger oder Neil Young mit eigenen Songs und Arrangements, die wie zu guten alten Folkzeiten von Liebe, Heimat, Schmerz und Freude erzählen.

 

Die Idee, diese Musik live auf die Haselünner Bühnen Westerholt’scher Burgmannshof, Roschehof, Markt, Kulturkino, Jagdhaus Wiedehage und Hopfenmarkt zu bringen, hatten Ger Happel und Roel Kolthek . „Wir sind keine Profis, sondern machen das aus Liebe zu dieser Musik“, sagten die Organisatoren am Rande des Festivals. „Und das haben die toll hingekriegt“, lobte Elisabeth Vocke, vom federführenden Stadtmarketing-Verein. Vocke stellte den Musikfans auf den jeweiligen Bühnen die Singer-Songwriter vor.

 

Leider musste die „Lokalmatadoren Ennulat & Spatz wegen einer Sommergrippe absagen, „aber da haben wir einfach ganz locker umorganisiert“, sagten Happel und Kolthek. Für das Duo beorderten sie Morina Miconnet und Phil Wood vom Kulturkino auf die Burgmannshof-Bühne. Im Hasetor Kultur Kino, der einzigen Indoor-Bühne, spielte Thomas Hine aus Colorado im Wechsel mit den großartigen Musikerinnen Agata Paulina und Meike Schrader.

 

Es gehörte vonseiten der Organisatoren und Sponsoren schon eine gehörige Portion Mut dazu, dieses musikalische Open-Air-Stadtfest einer Nischengruppe der Musikszene zu widmen, denn anspruchsvolle Liedermacher gehören bestimmt nicht zu den Lieblingen der Partyszene. Und so verwunderte es auch nicht, dass hier und da die Kommunikation der Singer-Songwriter – bekannterweise immer auch gute Storyteller – mit dem Publikum nicht ganz so klappte wie auf einem Genre-Konzert. Aber die Musik kam bei den meisten Bühnenbummlern gut an.

 

 

Unterhaltsames Happening

Etwa die von Tip Jar, das musikalisches Projekt von Bart de Win und Arianne Knegt, unterstützt durch eine gute Backgroundband, die gepflegte Country-Folk-Music auf die Burgmannshof-Bühne brachten. Im Wechsel mit dem dynamischen Duo Morina Miconnet und Phil Wood entwickelte sich dort ein unterhaltsames „Folkhappening“ bis in die späten Abendstunden hinein.

 

Alleine mit seinen diversen Saiteninstrumenten beeindruckte Bad Temper Joe auf der Marktbühne die Zuhörer. Die interessante Spieltechnik und die markanten Stimme des jungen Folkbarden brachten seine schnörkellosen, ehrlichen Songs bestens zur Geltung. Das galt auch für Robert Oberbeck und Markus Rill, mit denen sich Bad Temper Joe die gut frequentierte Bühne teilte. Eindruck hinterließen die drei jungen Singer-Songwriter auch bei den niederländischen Musikscouts, die sich auf der Suche nach neuen Talenten unter das Publikum gemischt hatten.

 

Fiddle-Spiel und Fingerpicking

Mit Eric Devries & Kim de Beer präsentierten die Veranstalter echte Americana-Songwriter. Gekonntes Fingerpicking von Devries, gewürzt mit leidenschaftlichen Fiddle-Spiel von Kim de Beer, formte eine spannende Mischung aus Folk und Blues im Americana-Stil. Das Duo wurde auf der Wiedehage-Bühne von Specs Hildebrand, dem Troubadour des gefühl- und humorvollen Liederguts, abgelöst. Beide Stilrichtungen ergänzten sich auch dort sehr gut.

 

Sehr abwechslungsreich ging es auch am Hopfenmarkt zur Sache. Jenny K & Liseth Horsten, zwei Musikerinnen aus Holland, präsentierten sich dort stark beeinflusst von der englischen und amerikanische Folk- und R&B Musik der 1970er Jahre. Richtig gut, wie die beiden tollen Sängerinnen den Geist dieser Musikepoche in ihren eigenen Songs integrierten. Auch hier passte der Bühnenwechsel mit Frink, deren Akustikrock mit scharfen deutschen Texten einen wunderbaren Kontrast zu den verträumten Melodien der Mädels aus den Niederlanden bildete.

 

Abseits des Mainstreams

Mit Any2 und Zeki Min hatten die Veranstalter auch wieder Musiker abseits des Mainstreams für die Rosche-Bühne verpflichtet. „Geschichten, die das Leben halt so schreibt“, erzählten Any2 mit ihrer ganz eigenen akustischen Pop-Folk-Mucke. Zeki Min hatte mit Gunnar Vosgröne einen experimentellen Cellisten mit nach Haselünne gebracht und entpuppte sich durch seine mehrere Tonarten umfassende Stimme und durch das spannende Zusammenspiel mit Gunnar als ein Highlight des ersten Haselünner Singer-Songwriter-Festivals.

Einig waren sich Veranstalter und Besucher: „Der Mut zu einem Stadtfest ohne Mainstream- und Partymusik trägt bestimmt auch für die nächsten Jahre Früchte.

- - Artikel aus Meppener Tagespost

 

 

 

 

 

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